Preis: 1.380,- Euro
Alter:
Kondition: gut - sehr gut
Technik: gut - sehr gut
Leistungen: Deutscher und einheimischer Guide, Übernachtungen mit Halbpension, Transfers, Gepäcktransport, Visaformularitäten
Liftticket:

Trails of Balkan

24.6.-1.7.2018 / Mazedonien, Kosovo, Albanien, Montenegro

Vier exotische Balkanländer und zwei wilde Gebirgszüge mit dem Mountain Bike durchqueren. Unbekannte Trails, ursprüngliche Landschaften und freundliche Menschen in Mazedonien, Kosovo, Montenegro und Albanien treffen. Ein unvergessliches Abenteuer im unbekannten Europa.
Mindestteilnehmer 5; Maximal 8 Teilnehmer

Drei Jahre haben wir an dieser alpinen MTB Route durch die vier interessantesten Balkanländer getüftelt. Schon die Überquerung des Sar Planina Gebirges von Mazedonien in den Kosovo, am ersten Tag, ist ein beeindruckendes Abenteuer. Dort wo im Kosovo Krieg Waffen für die UCK geschmuggelt wurden, waren wir 2017 die ersten Ausländer die hier die Grenze der beiden sich wenig freundlich gesonnenen Staaten überquerten. Dementsprechend groß war die Aufregung und der Aufwand für die Genehmigung sowie das Polizeiaufgebot. Doch die Beamten auf beiden Seiten waren freundlicher als erwartet. Sie halfen uns beim Schieben der Bikes und versorgten uns mit Wasser und Datteln. 
Im Kosovo begegnet uns eine unerwartete Deutsch-Freundlichkeit und besonders in Prizren, wo die Deutschen KFOR Soldaten stationiert waren, ist die Dankbarkeit schon fast peinlich. 
Wenn wir durch die Albanischen Alpen biken und über flowige Trails ins Valbona hinab zirkeln wird sich jeder fragen wie es möglich ist das dieses gewaltige Gebirge in Mitten Europas immer noch ein weißer Fleck auf der touristischen Landkarte ist. Die archaischen Almen mit den gastfreundlichen Menschen und den neugierigen Kinderhorden sind der lebende Beweis für die Authentizität dieser mystischen Berge. 
Auf dem Grenzkamm-Trails der "verwunschenen Berge", wie die Albanischen Alpen (Prokletije) von den Einheimischen genannt werden, sehen wir oft in die bewaldeten Täler nach Montenegro hinab. Wir  kommen aber erst am letzten Abend so richtig mit den Menschen in der Hauptstadt Podgorica in Kontakt. 

Trails: Ziel der Tour ist es durch alle vier Länder zu Biken und dabei so viel wie möglich Single Trails oder abgelegene Jeep Roads zu genießen. Grob geschätzt teilt sich die gesamte Strecke in 40% Singletrails, 40 % Jeep Roads und 20% asphaltierte Nebenstraßen auf. 

Voraussetzung: Sportliche Mountain Biker die auch anspruchsvolle Trailpassagen sicher beherrschen sowie Kondition für täglich 3-7 Stunden biken mit längeren Schiebe- und Tragepassagen haben. Maximale Höhenmeter in der Auffahrt sind 1.800 m. Es gibt zwei Tage mit Schiebe- und Tragepassagen von knapp 800 HM. An diesen Tagen ist jeweils möglich auch ein Muli für das Bike zu mieten. In den Albanischen Alpen müssen wir 3 Tage und 2 Nächte im Alpen Cross Stil mit unserem Tagesrucksack bestreiten. 

Übernachtungen: 5 Nächte im DZ im Hotel oder Pension. 2 Nächte im Matratzenlager auf eine Berghütte.

Essen: Die balkanische Küche ist reichhaltig und ausgesprochen lecker. Sie wird dominiert von Fleisch und viel Salat und Gemüse. Auch Vegetarier werden mit Leckereien satt. Das Frühstück ist üppig. Mittags kehren wir in kleinen Restaurants am Wegesrand ein oder nehmen Lunchpackte mit.

Klima: Während es in den Städten und Tälern sehr heiß werden kann und wir einige schweißtreibende Auffahrten zu bewältigen haben, kann es am Berg bei Wind und Regen (was auch mal vorkommen kann), richtig kalt werden. Auch bei gutem Wetter wird es abends auf den Berghütten in 1.800 m frisch.

An- und Rückreise: Treffpunkt ist am 24.6. am Nachmittag in Skopje. Rückflug am Vormittag des 1.7. von Podgorica aus. Die Reise orientiert sich grob am Flugplan von WIZZ Air und den Verbindungen von Memmingen aus, da der größte Teil der Gruppe erfahrungsgemäß aus Süddeutschland kommt. WIZZ Air bietet aber auch von anderen Städten günstige Direktflüge nach Skopje und Podgorica an www.wizzair.com. Bei rechtzeitiger Buchung beträgt der Hin-und Rückflug etwa 250 € inkl. Gepäck und Fahrrad.

Visum und Grenzübertritte: Während der gesamte Balkan mit dem Personalausweis bereist werden kann sind Grenzübertritte über die "grüne Grenze" noch problematisch. Eine echte Sisyphosarbeit um die wir uns kümmern. 

Programm:

1. Tag: Ankunft in Skopje
Transfer nach Popova Shapka (1.800 m) dem größten Skigebiet in Mazedonien. Übernachtung in einem guten Hotel.

2. Tag: Popova Shapka - Prizren
Mit Polizeibegleitung (alle sehr freundlich) fahren wir über einsame Forstwege, vorbei an Schäfereien und ursprünglichen Almen, zu den moslemischen Dörfern südlich des Sar Planina Grenzgebirges. Bevor der anstrengende Aufstieg zum Grenzsattel beginnt kehren wir zur Überraschung der Bewohner in der Dorfkneipe von Bozovtse ein. Am Grenzkamm werden wir von der mazedonischen Polizei an die kosovarische Polizei, die nicht weniger freundlich ist, übergeben. In ihrer Begleitung fahren wir von 2.100 Metern über alte Waffenschmuggler Pfaden hinab nach Prizren - einer der schönsten Städte im Kosovo. Übernachtung in nettem Hotel. Langer Tag mit 1.800 m Auffahrt und einigen uphill Schiebepassagen.

3.Tag: Prizren - Roshkodol
Gemütliches Frühstück nach dem anstrengenden Vortag. Transfer nach Peja und Mittagessen in gemütlichen Restaurant in der berühmten Rugova Schlucht. 1.200 Höhenmeter Auffahrt zu unserer urgemütlichen Hütte mitten zwischen saftigen Almen und Gipfeln bis 2.600 m Höhe. Abends werden wir mit leckerem lokalem Essen verwöhnt und sitzen abends mit den Einheimischen bei Peja Bier und Rakia in der geheizten Stube zusammen. 

4. Tag: Roshkodol - Doberdol
Ein großartiger Singletrail Tag. Das Herzstück der Tour. Durch eine üppige alpine Flora biken wir meist auf dem Rücken des Grenzkammes zwischen Kosovo, Albanien und Montenegro auf etwa 2.000 m entlang. Eine knackige Abfahrt bringt uns zu meinem Lieblingsdorf, nach Doberdol in Albanien. Einem Hochtal mit Almen und einem paradiesischem Durcheinander von Kühen, Pferden, Schafen, Ziegen, Enten, Hühnern und jeder Art von Nutztieren die einen Alpsommer überstehen können. Und alles läuft frei herum. Dazwischen reiten Kinder auf prächtigen Pferden, die jedoch bei unserem Anblick gleich auf´s Mountain Bike umsteigen wollen. Die ehrliche Gastfreundschaft und das vorzügliche Essen unter freiem Himmel macht diesen Abend zu einem unvergesslichem Erlebnis. 1030 HM aufwärts - 880 HM abwärts.

5. Tag: Doberdol - Valbona
Auf den ersten 200 Höhenmeter bergauf helfen uns meistens die Kinder des Dorfes beim Schieben. Verwegene Forststraßen und traumhafte Singletrails bringen uns hinab ins Tal von Valbona. Die Franzosen nennen es "petit Chamonix". Es wird hier etwas touristischer und das ist kein Wunder wenn man die wilden, schroffen Gipfel, die hier unvermittelt in den Himmel ragen, zu Gesicht bekommt. Wir übernachten in einem netten Hotel. 520 HM aufwärts, 1550 HM abwärts.

6. Tag: Valbona - Theth
Bis zum Valbona Pass (1.800 m) geht es steil bergauf. 60% müssen wir schieben. Auf halber Strecke steht aber eine Bar wo wir uns für den Rest des Aufstiegs stärken können. Wer es gemütlich haben möchte kann sein Bike auch von einem Muli bis zum Pass tragen lassen. Die Trails hinab sowie das Dorf Theth sind legendär - unsere Unterkunft mit schönen Doppelzimmern und leckerer, authentischer albanischer Küche ein Traum. 800 HM aufwärts, 1050 HM abwärts.

7. Tag: Theth - Podgorica
Über eine Jeeproad schlängeln wir uns 800 Höhenmeter zu einem Pass hinauf. Von dort rollen wir 1.600 m auf einer selten befahrenen Teerstraße an kleinen Dörfern und netten Restaurants vorbei bis hinab zum Shkodra See wo wir von unserem Begleitfahrzeug abgeholt werden und nach Podgorica, der Hauptstadt von Montenegro, fahren. Stadtbesichtigung und balkanisches Abendessen. 

8. Tag: Rückflug nach Deutschland