Preis: 2.690 €
Alter:
Kondition: gut - sehr gut
Technik: gut - sehr gut
Leistungen: alle Transfers, Übernachtungen mit HP, Lifttickets, Eintritte für Sightseeing, deutscher und iranischer Skiguide,
Liftticket:

Freeride Iran

22.2.-3.3.2019 / Teheran/ Iran

Iran - unbekanntes Freeride Paradies aus 1001 Nacht.
Für kein anderes unserer weltweiten Freeride Destinationen trifft die Erkenntnis von Aldous Huxley besser zu als für den Iran: "Reisen ist die Erkenntnis, dass alle Unrecht haben mit dem, was sie über andere Länder denken".
Ein faszinierendes Land mit freundlichen Menschen und vier großen Skigebieten erwartet uns. Schon zu Shah Zeiten wurde der Skisport im Iran gepflegt und es entstanden Skigebiete vor den Toren Teherans die bis 4.000 m hinaufgingen. Eine noch kleine aber äußerst lebhafte, verschworene Gemeinschaft an Iranies zählt sich zu den Freeridern und genießen bisher ihren Powder mit Abfahrten bis 2.000 Höhenmetern alleine.

Mindestteilnehmer: 6; maximal 9 Teilnehmer

Iran, einst von Präsident G.W. Bush als Achse des Bösen geächtet und immer noch Feindbild von Donald Trump  öffnet langsam seine Tore für Touristen aus Mitteleuropa. Und siehe da, es gibt gewaltige Berge zum Skifahren, Telemarken und Snowboarden, freundliche aufgeschlossene Menschen, beeindruckende Kultur und eine verführerische, orientalische Küche zu entdecken.

Vor den Toren von Teheran bäumt sich das Albroz Gebirge bis zu Höhen von über 4.000 m auf. Dort liegen vier Skigebiete zwischen 2.700 und 3.900 m - jedes mit ganz eigenem Charakter. Die weiten Hänge sind baumlos und bieten ein Eldorado an Varianten, die wir nur mit wenigen iranischen Freeridern teilen müssen und wo erst wenige Europäer ihre Turns gezogen haben. Die meisten Iraner bleiben auf der Piste.

Kurze Aufstiege bis maximal 2 Stunden erschließen weitere entlegene Abfahrten. Einige Varianten führen uns in einsame Täler und Dörfer wo wir mit Jeeps zurück in die Zivilisation gebracht werden.

Iran ist keine alltägliche Freeride Reise sondern ein spannendes Abenteuer in einem fremden Kulturkreis, ein Ausflug in die jahrtauende alte Geschichte Persiens und die Begegnung mit freundlichen Menschen an einem Brennpunkt aktueller Weltpolitik.

Lifte: Ein Abenteuer für sich. Die meisten sind in die Jahre gekommen und stammen noch aus der Zeit des Shahs. Es gibt kleine Gondeln und Sessellifte, die damals von Poma und Doppelmair installiert wurden. Sie funktionnieren immer noch erstaunlich zuverlässig.


Schneesituation: Die Skigebiete sind je nach Höhe von Dezember bis April bzw. Juni in Betrieb. Meist hat es im Hochwinter mehrere Meter Schnee, doch die Schneemengen schwanken ähnlich wie bei uns. Da einige unserer Highlights im hochalpinen Backcoutry ausserhalb der Skigebiete liegen ist eine sichere Lawien- und Wettersituation unbedingte Voraussetzung für die Durchführung. Wenn sich das Wetter mal gegen uns verschworen hat gibt es genügend Runs in den Skigebieten.  Im Iran gibt es keinen Lawinenlagebericht aber gut ausgebildete Bergführer, wovon uns einer ständig begleiten wird.


Einheimische Guides: Ohne lokale Guides ist es nicht mögliche im Hochgebirge die komplexen Abfahrten zu finden. Wir arbeiten mit einer der renommiertesten Bergschulen des Landes zusammen. Die Guides sind gute Freerider und begeisterte Tourengeher, kennen sich in ihren Bergen hervorragend aus und sprechen sehr gut Englisch.


Wissenswert: Frauen müssen im Iran Kopftücher tragen. In den Skigebieten interessiert das aber niemanden wirklich. In der Öffentlichkeit reicht ein modisches Kopftuch das den Hinterkopf bedeckt. Kopftuch heisst nicht das man hässlich sein muss. Das demonstrieren die Iranerinnen jeden Tag.
Alkohol ist im Iran absolut tabu. Das alkoholfreie Bier schmeckt jedoch nicht schlecht. Zuhause, in den eigenen vier Wänden, hat aber fast jeder Iraner was zu trinken versteckt.
Der Iran ist kein Billigland. Die Preise sind größten Teils ähnlich wie bei uns. Konfus sind die beiden Währungen die benutzt werden: Real und Tukman. 1 Tukman = 10 Real.


Visum: Offiziel wird das Visum bei der Einreise am Flughafen ausgestellt "visa on arrival". Um die Einreise noch zu vereinfachen bekommt jeder Teilnehmer von unserer Agentur eine "visa reference number". Das Visum kostet 75 €.


Anreise: Sobald die Gruppe komplett ist suchen wir eine geeignete Airline um gemeinsam von München nach Teheran zu fliegen. Austria Air bietet täglich günstige Flüge in den Iran. Im Preis ist das Skigepäck enthalten. Mit Teilnehmern eines anderen Abflughafens sprechen wir uns wegen Ankunft und Abholung in Teheran ab. Mahan Air (Iranische Fluggesellschaft) bietet Direktflüge von Frankfurt doch das Skigepäck kommt teuer. Die Flugpreise liegen zwischen 300 und 700 Euro.


Unterkünfte: In unserer ersten Destination in Dizin wohnen wir in einem Appartement und müssen zusammenrücken. Unsere Staffs versorgen uns mit selbstgekochten Köstlichkeiten. Drei Nächte wohnen wir in einem netten Hotel in Shemshak, direkt im Skigebiet und die letzten beiden in einem 3*** Hotel in Teheran. EZ Zuschlag sind 450 €. Dies gilt nicht für die 3 Nächte in Dizin.


Essen: Die persische Küche lebt von der Kunst, Balance- und Geschmacksharmonie zu halten. Wichtigster Bestandteil jedes Essens ist Basmatireis abgestimmt mit Gewürzen und Kräutern. Beilagen sind Kebap, Grilltomaten, herzhafte Eintöpfe und zum Nachtisch süße Fruchtkuchen.


Ausrüstung: Wir bewegen uns im exponierten Hochgebirge zwischen 2.000 und 4.000 Metern. Dementsprechend müssen wir ausgerüstet sein. LVS, Sonde und Schaufel sowie tourentaugliche Ski bzw. Snowboards sind ein Muß. Jeder Teilnehmer bekommt 4 Wochen vor der Abreise eine Checkliste mit den Details zugemailt.


Zusätzliche Ausgaben: Im Reisepreis sind, bis auf Anreise, Visum, Getränke, Mittagessen und Trinkgelder alle Unkosten enthalten.


Anforderungen: An dieser Reise können nur gute und sehr gute Skifahrer, Telemarker und Snowboarder mit Freeride- und Tourenerfahrung teilnehmen.

Programm:

1. Tag (22.2.) Abflug in der Heimat

2. Tag (23.2.): Ankunft Teheran
Wir werden am Iman Khomeni Flughafen abgeholt und fahren direkt zu unserem ersten Freeride Spot nach Dizin. In 3-4 Stunden erreichen wir unser Appartement in einem engen Tal. Hier müssen wir für die ersten 3 Tage in Mehrbettzimmern zusammenrücken und werden von unserer Crew bekocht. Nicht luxuriös aber gemütlich und kommunikativ. Die Gruppe wächst zusammen.

3. Tag (24.2.) Freeride Dizin
Dizin ist das größte Skigebiet im Iran und ist der "hang out" der High Society von Teheran. Auf den weiten mittelsteilen Hängen fahren wir uns heute ein. Nette Hütten laden zum akloholfreiem Après Ski.

4. Tag (25.2.): Freeride Dizin
Heute versuchen wir die steileren und weitläufigeren Varianten zu befahren. Je nach Interesse und Wetter ist auch eine Skitour möglich. Mit etwas Glück sehen wir den gewaltigen Vulkankegel des Damavand. Mit 5.610 m der höchste Berg im Iran.

5. Tag (26.2.) von Dizin nach Shemshak
Wenn das Wetter stabil und die Lawinengefahr vertretbar ist steigen wir mit unserem Tagesrucksack vom Skigebiet Dizin etwa 30 Minuten auf und fahren in das Nachbartal ins Skigebiet Darbandsar hinab. Darbandsar hat das größte Freeride Potential im Iran. Leider sind dort vor ein paar Jahren mehrere Lawinenopfer gegeben weshalb Freeriden abseits gesicherter Runs nicht gerne gesehen wird. Evtl. müssen wir dort ein bisschen Katz und Maus mit den Liftlern spielen.
Wenn der Übergang nicht möglich ist dann müssen wir über Teheran nach Darbandsar fahren. Wir übernachten in einem netten Hotel im Skigebiet Shamshak das nicht weit von Darbandsar entfernt ist

6. Tag: (27.2.) Freeriden in Darbandsar oder Shemshak
Je nach Interesse können wir uns in beiden Skigebieten austoben. Persönlich liebe ich Shemshak denn es ist übersichtlich und die beiden Sessellifte erschließen ein geniales Freeride Terrain. Hier ist auch die Core-Freeride Szene aus dem Iran zu finden. Meist dauert es nicht lang bis wir in Kontakt kommen und gemeinsam die Powderflanken genießen.

7. Tag: (28.2.) Shemshak und Besteigung Abak Peak
Zuerst fahren wir uns noch ein bisschen in Shemshak ein bevor wir die Felle aufziehen und in ca. 2 Std. den 3.800 m hohen Abak Gipfel besteigen. Je nach Verhältnissen können wir bis zur Straße nach Teheran hinabpowdern wo uns die Jeeps abholen.

8. Tag: (1.3.) Freeride in Tochal

Das Hausskigebiet der Teheraner wird über eine lange Gondel, angeblich die längste der Welt, vom Stadtrand aus erreicht. Oben am Gletscher, knapp 4.000 m hoch, laufen die Lifte 8 Monate im Jahr. Wenn die Wetter- und Lawinensituation es zuläßt fahren wir 2.000 Höhenmeter in die Dörfer Ahar oder Igel ab. Übernachtung in Teheran. Übernachtung in Teheran.

9. Tag: (2.3.) Sightseeing in Teheran

Ein schwieriges Unterfangen in einer 15 Mio Megastadt. Doch uns steht ein erfahrener City Giuide zur Seite. Wir weden den größten Bazar des Orients, den Golestan Palast, den Milad Fernsehturm, von dem aus die Dimensionen der gewaltige Stadt und das Touchal Gebirge zu sehen sind, sowie das bizarre Kriegsmuseum "Holy Defence Museum" mit seinen Higtech Videoinstalationen besichtigen. Übernachtung in Teheran.

10. Tag: 3.3. Rückreise nach Deutschland

Wichtig: Dieses Programm läßt sich wie geplant. eins zu eins, nur bei gutem Wetter und sicheren Lawinenverhältnissen, durchführen. Sehr wahrscheinlich ist, das wir uns hin und wieder auch mit den aktuellen Verhältnissen arrangieren müssen. Unsere Guides kennen sich in ihren Bergen jedoch hervorragend aus und werden uns auch bei schlechten Bedingungen jede Menge lohnender Kompromisse anbieten können. Von den Teilnehmern fordert dies jedoch eine entspannte Flexibilität um die Reise genießen zu können.




Persian Powder from Erik Bulckens on Vimeo.