Preis: ca. 2.360 Euro
Alter: 13 - 19 Jahre
Kondition: gut - sehr gut
Technik:
Leistungen: Flüge nach Nepal, Inlandsflüge nach Lukla, Übernachtungen, 24 Std. Betreuung durch deutschen Guide, nepalesischer Guide, Unkosten für die nepalesischen Jugendlichen, Flughafentransfer.
Liftticket:

Große Jugendreise zum Everest Basecamp/ Nepal

geplant für Sommerferien 30.7.-22.8.2020 / Nepal

Sportliche und bergbegeisterte Jugendliche zwischen 13 und 19 Jahren hiken mit gleichaltrigen Nepalies und Tibetern sowie erfahrenen einheimischen Guides durch das Solu Khumbu Gebiet zum legendäre Everest Base Camp, besteigen den 5.600 Meter hohe Kala Pattar und lernen Kultur und Religion dieses faszinierenden Landes kennen.
Leitung: Andi Neuhauser

Ziel der Reise:

Es sollen außergewöhnliche Ferien werden, die eine einmalige Gelegenheit bieten Nepal und den Himalaya, eine der faszinierendsten Regionen der Welt, mit Gleichaltrigen zu bereisen. Auch Nepalis und Tibeter im selben Alter werden die Gruppe begleiten. Es sind keine Wellness-Ferien sondern ein nachhaltiges Abenteuer bei dem die Jugendliche neben ihren eigenen Grenzen auch ein fremdes Land mit seinen Menschen, seiner Kultur und seiner Religion (Hinduismus und Buddhismus), sowie den typischen Problemen eines Drittweltlandes, hautnah zu erleben und kennenlernen werden. Die Umgangssprache zwischen Nepalis und den Jugendlichen ist Englisch.

Die Geschichte:

Andreas Neuhauser kam das erste Mal 1990 nach Nepal. Damals führte er für den DAV Summit Club. Seitdem bereist er Nepal ein bis zweimal im Jahr. 1998 machte er sich als kleiner Reiseveranstalter selbständig. Neben den Jugendreisen zum Basecamp erkundete er als begeistertet Mountain Biker das Land und war einer der ersten MTB Reiseanbieter in Nepal. Die ersten Jugendtouren des Sportlehrers und Sozialpädagogen waren noch kombinierte MTB und Trekking Reisen. Mit dem Mountain Bike nach Pokhara und anschließend noch die Annapurna Umrundung  über den Thorong La Pass (5.430 m). 2018 findet die 11 Jugendreise statt. Bisher hat Andreas Neuhauser über 170 Jugendliche sicher durch Nepal begleitet.

Folgen und mögliche Nebenwirkungen

Die Erlebnisse werden die Jugendlichen nachhaltig beeindrucken und einen großen Zuwachs an Lebenserfahrung bescheren - so wie bei den vorherigen Teilnehmern, die von 1998 bis 2016 mit dabei waren. Einige haben Artikel für Zeitungen geschrieben, andere Vorträge gehalten, Facharbeiten über Nepal in der Schule abgeliefert oder in drauffolgenden Jahren ein Praktikum oder ein freiwilliges soziales Jahr in einer sozialen Einrichtung in diesem Land absolviert. Viele Teilnehmer sind später auf eigene Faust nach Nepal gereist und haben die damals geknüpften Kontakte für weitere Touren im Himalaya genutzt.

Portrait eines unser nepalesichen Begleiter bei der Tour 2018:

Tenzing Lama (17) kommt aus dem abgelegenen Tsum Valley an der Grenze zu Tibet. Die Menschen sind Tibeter und auch das Tal wird überwiegend durch Yak-Karavanen über 5tausender Pässe mit Waren aus Tibet versorgt. Wenn Kinder ihre Eltern besuchen wollen müssen sie 5 Tage hin und 4 Tage zurück wandern. Als Tenzing 6 Jahre alt war kam er in ein Kloster in Kathmandu weil die Eltern zu arm die 5 Kinder zu ernähren. Mit 11 Jahren riss er vom Kloster aus und machte seinen Schulabschluß in Gurkha. Das Erdbeben 2015 erlebte er in Gurkha, dem Epizentrum. Dieser Junge hat etwas zu erzählen. Die weiteren Begleiter kommen aus Kathmandu, der Kleinstadt Beni und einem kleinen Dorf östlich von Nepal.

Programm (Kurzfassung):

Wir bleiben 2 Tage in Kathmandu um die Zentren zweier Weltreligionen (Bodnath und Pasupatinath), die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt zu besuchen sowie organisatorische Dinge zu erledigen. Mit einer Twin Otter bzw. einer Dornier fliegen wir nach Lukla, dem Ausgangsort mitten in den Bergen auf 2.800 m. Von dort gehtes zu Fuß weiter. Nach zwei Tagen erreichen wir Namche Bazar (3.440 m), die „Hauptstadt der Sherpas“ im Solu Khumbu. Um uns ausreichend zu Akklimatisieren arbeiten wir uns langsam durch die Sherpadörfer Richtung Everest Base Camp hinauf. Unser erster Akklimatisierungs- 5tausender ist der Sanu Taboche (5.305 m). Von dort aus geht es über Pheriche und Lobuche zu unserem höchst gelegenem Camp, nach Gorak Shep (5.150 m) von wo aus wir am Nachmittag das Everest Base Camp besuchen. Früh am nächsten Morgen besteigen wir unseren höchsten Gipfel, den Kala Patar (5.640 m). Zügig geht es von hier aus zurück nach Lukla. Wenn es mit dem Rückflug nach Kathmandu planmäßig läuft bleiben noch ein paar Tage Zeit Pokhara, das größte Outdoorsport Zentrum in Asien, zu besuchen. Es ist die zweitgrößte Stadt des Landes und liegt an einem schönen See mit nette Kneipen, zahllosen Souvenirshops und bietet jede Menge Aktivitäten.

Ausführliches Tagesprogramm könnt ihr bei vollständiger Angabe eurer Adresse unter info@mountain-action.de anfordern.

Voraussetzung:

13 bis 19 Jahre; gute Kondition beim Hiken; Trittsicherheit; Aufgeschlossenheit und Interesse an fremden Kulturen und Religionen. Alpine Erfahrung z.B. Klettern oder Umgang mit Seil ist nicht notwendig.

Sicherheit & Risiken

Das Erdbeben im April 2015 hatte große Zerstörungen im Kathmandutal und vor allem in den abgelegenen Regionen nördlich von Kathmandu angerichtet. Ein starkes Nachbeben erschütterte auch das Khumbu Gebiet am Everest. Vor allem in den touristischen Regionen ist nichts mehr von dem Beben zu sehen. Das Leben geht schon lange wieder zur Normalität zurückgekehrt. Mountain-action & friends konnten damals 15.000 Euro sammeln und für den Wiederaufbau der Schulen in dem abgelegenen Gebiet Shikar Besi spenden. 

Die Wege die wir im Solu Khumbu (Everest Gebiet) benutzen sind alpinistisch gesehen einfach, erfordern aber an einigen Stellen Trittsicherheit (vergleichbar mit einer Tour auf die Zugspitze). Die Einheimischen gehen dort mit Flipflops. Lediglich der Gipfelanstieg zum Sanu Taboche erfordert leichte Kletterei im 1+ Schwierigkeitsgrad.

Aus höhenmedizinischer Sicht besteht für gesunde Jugendliche kein höheres Risiko als bei Erwachsenen. Wir werden uns genügend Zeit bei der Akklimatisation lassen. Die Route ist so geplant das auch derjenige, der eventuell Probleme mit der Kondition bekommt weiter unten z.B. in Namche Bazar, auf die Gruppe warten kann.

Im Solu Khumbu ist es von jedem Dorf aus möglich über Fest- und Mobilfunknetz im Notfall Kontakt nach Deutschland und Kathmandu aufzunehmen. Die deutsche Botschaft in Kathmandu, mit der ich schon seit vielen Jahren zusammenarbeite, bekommt von mir eine Teilnehmerliste mit allen wichtigen Versicherungsdaten und kann im Notfall schnellstmöglich einen Rettungsflug organisieren.

Die Kriminalitätsrate in Nepal ist die zweitniedrigste in Asien und auf jeden Fall deutlich niedriger als in Deutschland.

Es besteht ein erhöhtes Flugrisiko bei den Flügen von Kathmandu nach Lukla.

Das größte gesundheitliche Risiko sind Magen und Darmerkrankungen. Dagegen gibt es Medikamente.

Es gibt keine Pflichtimpfungen für Nepal. Dringend anzuraten ist jedoch eine Hepatitisimpfung. Hausarzt kontaktieren!!!

Da es sich bei den Flügen von und nach Lukla um Sichtflüge handelt kann es besonders während dieser Jahreszeit dazu kommen das die Flüge bei

Schlechtwetter mehrere Tage ausfallen. Dies kann dazu führen das der Tourenverlauf beeinflusst wird. Bisher ist es von sieben Touren ins Everest Gebiet erst einmal vorgekommen das wir wegen schlechtem Wetter 4 Tage auf den Rückflug nach Kathmandu in Lukla warten mußten. In dem Fall das die Gefahr besteht das wir unseren Rückflug nach Deutschland nicht mehr bekommen besteht die Möglichkeit mit dem Helikopter nach Kathmandu auszufliegen. Erhöhte Unkosten ca. 250 € pro Person.

Wer möchte oder wer unterwegs Probleme mit der Kondition bekommt, sei es wegen der Höhe, einem Infekt oder sonstigem kann sich einen Träger nehmen. Unkosten ca. 20 € pro Tag bis zu einer Last von 30 kg. Normalerweise teilen sich zwei Teilnehmer einen Träger.

Unser Nepali Guide, Harka Lama, der uns schon auf vielen Touren im Everest Gebiet begleitet hat, ist ein sehr zuverlässiger und erfahrener Trekking Guide. Ihr findet ihn auch auf Facebook unter diesem Namen.

Jeder Teilnehmer muß eine Reisekostenversicherung haben die Rettungs- und Bergungskosten, medizinisch sinnvollen Rücktransport nach Deutschland und die Krankenhaus- und Arztkosten in Nepal übernimmt. Diese Versicherung kostet zwischen 15-20 € und kann überall in Deutschland abgeschlossen werden.

Klima im August:

Es herrscht zwar Nachmonsun doch heißt das nicht dass es ständig regnet. Der meiste Regen fällt im Vorgebirge des Himalayas. In Kathmandu ist es schwülwarm aber regnet relativ häufig. Im Solu Khumbu verhält sich das Wetter ähnlich wie in den Alpen im Sommer. Es kann regnen aber es ist durchaus normal dass auch mehrere Tage die Sonne am strahlend blauen Himmel steht und wir freiem Blick auf Everest und seine Nachbarn genießen. Meist ist das Wetter morgens recht sonnig und trübt sich Nachmittags ein und beginnt vor allem Nachts zu regnen. 

Bis etwa 4.000 Meter sind auch die Nächte nicht sonderlich kalt darüber wird es frischer aber es gibt keinen Frost. Bei Sonnenschein können sogar die über 5.000 Meter hohen Gipfel in T-Shirt und kurzer Hose bestiegen werden. Bei schlechtem Wetter liegt die Schneefallgrenze normalerweise zwischen 5.000 und 5.500 Metern.

Unterkunft:

Außer in Kathmandu, wo wir in einem netten Mittelklasse Hotel im Stadtteil Thamel logieren, übernachten wir in einfachen Guest Houses, wie sie üblicherweise von Travellern und Trekkern benutzt werden. Es gibt überall Decken aber es empfiehlt sich selber einen kleinen, leichten Schlafsack oder Hüttenschlafsack mitzunehmen.

Essen:

Das Essen in Nepal ist gut und günstig aber verglichen mit anderen asiatischen Ländern nicht mehr wirklich billig. Das National Gericht heißt Dal Bath. Es besteht aus Reis, Linsensuppe, Gemüse und Hühnchen bzw. Ziegenfleisch. Für 4-5 Euro kann man sich damit satt essen. Lecker und günstig sind auch Momos, Teigtaschen mit Fleisch, Kartoffeln, Käse oder Gemüse gefüllt sowie Chowmen, Nudeln mit Gemüse oder Fleisch. Zu den ganz exotischen Speisen gehört Yaksteak. Vor allem Vegetarier haben in Nepal eine große Auswahl und es ist erheblich günstiger als Fleischgerichte.

Obst wie Bananen, Äpfel, Mangos, Papayas etc. gibt’s günstig in Kathmandu. In den Bergen sieht es mit Obst allerdings nicht mehr so reichhaltig aus. Der billigste aber beste Energiespender ist die Nudelsuppe mit Gemüse. Sie wird überall angeboten und kostet meist nur 2,50 Euro. Natürlich gibt es auch bis hinauf auf 5.000 Meter Pizza und Pasta. Geschmacklich gibt’s da aber große Unterschiede.

Trinken:

Überall gibt es abgefülltes Trinkwasser. Um jedoch die Umwelt nicht allzu sehr mit Platikmüll zu belasten und Geld zu sparen empfiehlt es sich sauberes und gefiltertes Leitungswasser mit Mikropur desinfizieren. Während Softdrinks in Kathmandu für unsere Verhältnisse billig sind werden sie, je weiter wir uns von Lukla Richtung Everest Basecamp bewegen, spürbar teurer. Ein Cola kostet in Kathmandu ca. 60 Cent, beim Everest Base Camp ca. 3-4 Euro.

Visum:

Ihr braucht euch in Deutschland nicht ums Visum kümmern. Das wird am Flughafen in Kathmandu bei der Ankunft ausgestellt und kostet 40 Dollar. Ihr braucht nur einen Reisepass, der mindestens noch 6 Monate gültig ist und 1 Passbild.

Ausrüstung:

Dies ist noch keine vollständige Ausrüstungsliste, sie kommt als Checkliste ca. einen Monat vor der Reise. Folgende Dinge sind ein grober Überblick über das was ihr für die Tour braucht.

-Tagesrucksack für den Flug und kleine Ausflüge in Kathmandu.

-Großer Rucksack ca. 60 Liter + Regenhülle beim Trekken.

-Kleiner, dünner bzw. Platz sparender Schlafsack oder Hüttenschlafsack.

-Feste aber leichte Bergschuhe sind ideal. Wasserdichte Trailrunnig- oder Zustieg Schuhe sind ebenfalls bestens geeignet. Für den Aufenthalt in der Lodge sollten leichte Hausschuhe mitgenommen werden.

-Regenfeste Hose und Jacke.

-Warmer Anorak bzw. Faserpelz.

Im Prinzip braucht ihr nichts anderes als bei einer Mehrtagestour in den Alpen. Die meisten oben genannten Dinge könnt ihr zu Spottpreisen auch in Kathmandu kaufen.

Vortreffen:

6.-8.7.2018 im Allgäu. Ist nicht unbedingt verpflichtend aber zu empfehlen. Wenn es sich irgendwie einrichten lässt dann wäre es natürlich gut wenn ihr kommen könntet. Ein bisschen kennen lernen und einige Fragen noch gemeinsam klären kann nicht schaden.

Geplant ist am Samstag und Sonntag der Mindelheimer Klettersteig mit einer Übernachtung auf der Mindelheimer Hütte (Unkosten ca. 70 €). Am Freitag Abend ist Treffpunkt in Kempten wo wir uns im Hotel Waldhorn treffen und wer von weiter anreist auch übernachten kann.

Literatur & Information:

Eine Menge Information zur Reise findet ihr im Internet bei www.wikipedia.org wenn ihr Nepal, Mount Everest, Sherpa oder Kathmandu eingebt.

- In Kathmandu gibt es viele Buchläden die sehr günstige Landkarten verkaufen.

-super ist das Heft HIMALYA von Geo Spezial (2011) und das 2009 erschienene Merian Heft Himalaya

-sehr informativ ist der Reiseführer „Nepal“ erschienen im Reise Know How Verlag

-das Buch Nepal vom Nelles Verlag ist zu empfehlen. Wird von mir mit Texten und Bilden aktualisiert.


Geldfragen:

Reisepreis: 2.280 Euro

Darin enthalten:

-Flug ab München bzw. Frankfurt mit 30 Kilo Freigepäck

-Flug von Kathmandu > Lukla > Kathmandu

-Nepalesischer Guide

-Unkosten für die uns begleitenden nepalesischen Jugendlichen

-Alle Übernachtungen

-Flughafentransfer in Kathmandu

-24 Stunden Betreuung von Andi Neuhauser

Selber zahlen müsst Ihr:

-Bus nach Pokhara ca. 30 Euro

-Visum für Nepal (40 $, ca. 38 Euro)

-Nationalpark Gebühr für das Solu Khumbu (ca. 35 Euro)

-Eintritte für Sehenswürdigkeiten ca. 10 Euro.

-Essen: Wer preisbewusst isst kommt am Tag leicht mit 20 Euro (ohne Getränke) leicht aus. Da die meisten in eurem Alter allerdings tierisch viel futtern kalkuliert lieber etwas mehr ein. Eine Cola kostet so ungefähr 60 Cent, ein Fläschchen Bier (0,66 ml) 4 Euro. Ein gutes Essen in einem Restaurant in Kathmandu kostet ca. 5-7 Euro (Frühstücksbuffet im Hotel 3,50 Euro). Je höher wir allerdings beim Trekken kommen desto teurer werden das Essen und die Getränke, da sie oftmals mehrere Tagesmärsche lang getragen werden müssen.

-Souvenirs: In Nepal gibt’s endlos viele Sachen zu kaufen. Da man gut handeln kann verfallen viele in einen Kaufrausch und haben zum Schluß mehr als sie eigentlich wollten.

600-650 € solltet ihr für zusätzliche Ausgaben einkakulieren. Das Geld kann überall in Landeswährung getauscht werden. In Kathmandu und Pokhara gibt es auch zahlreiche Bankomaten wo mit EC Karte Geld abgehoben werden kann. Reiseschecks machen keinen Sinn.

Da die Flugpreise ständigen Veränderung unterliegen und zum Abflugtermin immer teurer werden müssen bei kurzfristiger Buchung (in den letzten 3 Monaten vor Abflug) die evtl. höheren Flugkosten von den Teilnehmern selbst übernommen werden.

Bei einer festen Anmeldung wird eine Anzahlung von 200 € fällig.


Jugendreise Everest Base Camp - Nepal 2014 from mountain action on Vimeo.